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Aus dem Bericht der Heimatzeitung PNP, Beitrag vom 31.08.2021:

Lange haben die Mitglieder der Feuerwehr Wurmannsquick warten müssen: Von den ersten Anträgen zum Neubau eines Feuerwehrhauses bis zur festlichen Eröffnung am Samstag vergingen fast 21 Jahre. Doch jetzt war es so weit. Das neue Haus wurde mit Schlüsselübergabe und kirchlichem Segen offiziell und feierlich eröffnet. Runde 1,8 Millionen Euro wurden investiert, doch alle Gäste waren sich einig: Jeder Euro ist gut angelegt.

Feuerwehr-Vorsitzender Josef Frankenberger, der mit Kommandant Thomas Heubelhuber durch den Festabend führte, konnte eine ganze Reihe von Ehrengästen begrüßen, unter ihnen auch Landrat Michael Fahmüller, Kreisbrandrat René Lippeck, Kreisbrandinspektor Andreas Maurer und Kreisbrandmeister Peter Strobl. Gekommen waren auch die allermeisten der 60 Aktiven, viele ehemalige aktive Feuerwehrleute und eine Vielzahl von Mitgliedern sowie fast der komplette Marktrat, "angeführt" von Bürgermeister Georg Thurmeier.

Diakon Xaver Gfirtner fand die richtigen Worte für den kirchlichen Segen. Er erinnerte an einen Satz des Apostel Paulus: "Einer trage des Anderen Last". Gfirtner wies auf die tiefere Bedeutung dieser Worte hin: "Es geht darum, dass diejenigen, die das können, denjenigen in der Not zur Seite stehen, die Hilfe brauchen". Auf diesem Grundsatz basiere die Arbeit der Feuerwehren. Sie seien mit ihrer Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen, ein "Segen für die Gesellschaft", sagte der Diakon, verbunden mit einem "Großen Vergelt’s Gott" an alle Ehrenamtlichen.

Architekt Reinhold Entholzner blickte auf die 15 Monate lange Bauphase zurück. Sein Dank galt Planungsteam, Bauleiter Martin Wick, Feuerwehr, Marktrat und Gemeindeverwaltung. Laut Entholzner habe man nicht nur auf die Funktionalität, sondern auch auf eine optisch gelungene Gestaltung geachtet. Der Feuerwehr wünschte er "Glück und Freude" im neuen Feuerwehrhaus.

Bürgermeister Georg Thurmeier erinnerte an die lange Vorgeschichte des Baus. "Gut Ding will Weile haben", zitierte er ein altes Sprichwort. Vor 21 Jahren gab es den ersten Antrag, den der Marktrat damals knapp abgelehnt hatte. 2015 fiel dann doch der Beschluss, einen Neubau zu errichten. Offizieller Spatenstich war am 28. August 2018, der Umzug fand bereits am 7. Dezember 2019 statt. Die Corona-Krise habe eine große Feier und bis heute auch einen Tag der offenen Tür verhindert.

Eigenleistung schont die Marktkasse

Die Kosten des Neubaus bezifferte Georg Thurmeier mit 1,746 Millionen Euro. Nach Abzug von Zuschüssen und dem, was dank der Eigenleistung der Kameraden gespart wurde, schlug das Projekt für die Marktkasse mit 1,53 Millionen Euro zu Buche. "Sicher ist das eine große Investition, aber jeder Euro ist gut angelegt und wir alle können stolz sein auf diesen Neubau". Abschließend übergab Thurmeier den symbolischen Schlüssel des Feuerwehrhauses an die Feuerwehrspitze mit dem Wunsch, von allen Übungen und Einsätzen gesund zurückzukommen.

Kommandant Thomas Heubelhuber erinnerte an die Eigenleistung: "Viele Mitglieder haben sich mit sehr viel Arbeitskraft eingesetzt." Über 3000 Stunden seien abgeleistet und 25000 Euro an Eigenmitteln investiert worden. "Es haben alle zusammengeholfen. Es war immer jemand da, wenn er gebraucht wurde", unterstrich der Kommandant und dankte dafür sehr herzlich. Dabei lagen ihm auch die Frauen am Herzen, denn: "Sie waren immer da, von der Endreinigung bis zum Kuchenbuffet für die Eröffnungsfeier. Ohne euch wäre es nicht gegangen", hob er hervor.

Landrat Michael Fahmüller betonte: "Das ist kein Haus der Feuerwehr, das ist ein Haus der Gesellschaft". Die Feuerwehren seien eine Säule dieser Gesellschaft, unverzichtbar in ihrem Dienst an den Mitmenschen. Der Neubau sei notwendig gewesen, es sei nichts Überflüssiges errichtet und eingerichtet worden. Dass die Feuerwehr Wurmannsquick so viel Eigenleistung erbracht habe, zeige den starken Zusammenhalt und den Gemeinschaftssinn. "Ich danke euch für eure Leistung, die ihr beim Neubau, aber auch 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für die Menschen erbringt", lobte Fahmüller, der auch eine Zuwendung für die Feuerwehr überreichen konnte.

Für Kreisbrandrat René Lippeck sei es eine Ehre, dass er von Anfang an in die Planungen des Neubaus mit einbezogen war. "Dieses Haus ist Anfangs- und Endpunkt für Hilfe in Not. Er ist auch Ort eines lebendigen Vereinswesens und der Jugendfeuerwehr und auch ein Platz für Freundschaft und Kameradschaft – und genau damit sollten die Mitglieder der Feuerwehr Wurmannsquick das neue Feuerwehrhaus jetzt füllen".

 

Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Georg Thurmeier (Bildquelle pnp)

Diakon Xaver Gfirtner bei der Segnung

 

Geschenkübergabe durch den Patenverein FF Hickerstall (Bildquelle pnp)

v.l.n.r.: Kommandant Thomas Heubelhuber, Vorstand Josef Frankenberger, von der Hickerstaller Wehr Schriftführer Martin Empl, Kassier Hermann Maier und Peter Maier.

 

 

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